Der Weg als Ziel

Bis in den letzten winkel …
Die Mekong-Region bietet ihren Besuchern eine verlockend exotische Vielfalt
an überraschend preiswerten Reisemöglichkeiten.


Die Eisenbahn – günstig und gemächlich

Vietnam

Das 2.500 km lange Streckennetz stammt aus der Kolonialzeit und erschließt die wichtigsten Städte und schönsten Strände. Es garantiert gemächliches Reisen https://vietnam-railway.com und ist auch online buchbar www.vietnamrailway.com, www.baolau.com. Der legendäre Wiedervereinigungsexpress „Thong Nhat“, der auf der 1.726 km langen Strecke (mit 27 Tunneln, 158 Bahnhöfen und 1.134 Brücken) zwischen Ho Chi Minh City und Hanoi verkehrt, benötigt 30–40 Std. (am schnellsten sind die „Special Express“-Züge) und bietet die Klassen „Soft Sleeper“, „Hard Sleper“, „Soft Seat“ oder „Hard Seat“. Reizvoll ist z.B. die Verbindung zwischen Danang und Hue (2–3 Std.), praktikabel die per Nachzug von Huè nach Hanoi (11–16 Std.). Auf dem Abschnitt von Hanoi nach Lao Cai an der chinesischen Grenze (ca. 8–9 Std., von hier sind es noch 40 km zum Bergort Sapa) werden oft die nostalgisch-luxuriösen Waggons des privaten „Victoria Express Train“ www.traintosapa.com angehängt.

Kambodscha

Das nur 611 km weite, aus Kolonialzeiten stammende Schienennetz befindet sich vielerorts in der Sanierung und soll schnellstmöglich durch mit weiteren Strecken ergänzt werden – nichtzuletzt, um den Eisenbahn-Korridor von Singapur über Saigon nach Kunming / China zu vervollständigen http://royal-railway.com. Der südliche Strang von Phnom Penh über Takeo und Kampot nach Sihanoukville ist neuerdings bzw. am Fr., Sa. und So. wieder für den Personenverkehr nutzbar. Die Gleise über Pursat nach Battambang sind bis auf weiteres nur eingeschränkt befahrbar, fertig ist seit kurzem aber der Abschnitt zwischen Sisophon und Poipet. Östlich von Battambang kommen noch immer die bei Einheimischen wie Touristen als illustres Provisorium beliebten „Bambuszüge“ zum Einsatz.


Die Landrouten – praktisch und preiswert

Vietnam

Busse lassen sich je nach Komfort und Geldbeutel mit ganz unterschiedlichen Standards besteigen, auf kürzeren und mittleren Distanzen gibt es immer mehr Minivans (teils sogar inkl. Tür zu Tür-Service). Mit einem „Open Ticket“ ist die Strecke zwischen Hanoi und Ho Chi Minh City schon ab 30 US-Dollar zurückzulegen, wobei sich die Fahrt an den Halteorten beliebig lang unterbrechen lässt und komfortable Schlafbusse (mit kleinen Liegen statt Sitzen) zu 50–90 US-Dollar die beste Option darstellen www. sleeperbusvietnam.com. Mehr Individualität verspricht das Reisen im Mietwagen/Minibus mit Chauffeur. Obwohl in den Metropolen immer mehr Taxameter-Taxen verfügbar sind, sollte man mal ein urtypisches Cyclo (Fahrradrikscha) nutzen … Mancherorts pulsiert Vietnam noch als Land der Fahrradfahrer – für Touristen bieten sich vor allem Radtouren durch das Mekong-Delta oder die Berge von Sapa an. Fahrräder und Mountainbikes sind meist ebenso preiswert zu mieten (für organisierte Touren siehe www.vietnambiketours.com, www.bikingvietnam.com oder www.spiceroads.com) wie Mopeds oder Motorräder.

Kambodscha

Mit dem Ausbau des Straßennetzes haben sich die Busverbindungen vervielfältigt. Schnell, klimatisiert und preiswert sind die Expressbusse, die Phnom Penh mit den landesweit größten Städten Siem Reap, Sihanoukville, Battambang und Kompong Cham verbinden. Nebenstrecken werden vor allem mit Minibussen und Sammeltaxen sowie Tuk Tuks (Motorrad-Rikschas) und Motos (Moped-Taxen) bedient. Viel Individualität und mehr Komfort garantieren die weißen Toyota Camry-Limousinen, die als günstige Chartertaxen fast überall verfügbar sind – auch für längere Strecken oder mehrere Tage.


Der Wasserweg – sanft und stimmungsvoll

Vietnam

Das gute Verkehrsnetz im Mekong-Delta basiert auf Schnellbooten, mit denen Reisende sogar von Chau Doc über den Grenzübergang Vinh Xuong / Kann Samnor nach Kambodscha (Visa on Arrival: 30 US-Dollar) gelangen können (25 US-Dollar bzw. komfortabler 55 US-Dollar in je ca. 6–7 Std., www.blue cruiser.com). Fluss-Kreuzfahrten indes machen den Weg zum Ziel – z. B. auf einer hölzernen Boutique-Dschunke grenzübergreifend nach / von Kambodscha sowie besonders durch die Halong-Bucht im Norden. Die Insel Phu Quoc ist mit Fähren von den Hafenstädten Ha Tien (80 Min., 11 und. 15 US-Dollar) und Rach Gia (2,5 Std., 15 US-Dollar und 23 US-Dollar) erreichbar www.phuquocexpress.com, http://superdong.com.vn, nur etwa 1,5 Std. benötigen die schnittigen Hydrofoils von Ho Chi Minh City zum Seebad Vung Tau (8 x tägl., 9–11 US-Dollar, www.greenlinesdp.com). Von hier starten Fähren zum 180 km entfernten Con Dao-Archipel, sinnvoller jedoch ist der Transfer ab Soc Trang / Mekong-Delta (2 x tgl. für ca. 14 US-Dollar, http://superdong.com.vn).

Kambodscha

Die meisten Bootsfahrten dienen heute vor allem als Touristenattraktion – wie zwischen Phnom Penh und Siem Reap (4–5 Std., mit Kreuzfahrtschiffen 2–3 Tage) oder von dort quer über den Tonle Sap nach Battambang (4–6 Std.). Der Hafen von Siem Reap liegt je nach Wasserstand 5–12 km von der Stadt. Beliebt ist die Ausreise über den Wasserweg nach Vietnam bzw. in das Mekong-Delta. Die wichtigsten Inselziele vor Sihanoukville wie Koh Koh Rong, Koh Rong Samloem / Saracen Bay oder Koh Ta Kiev werden meist 2x tgl. angelaufen, teils sogar mit modernen Schnellfähren (Rundtickets 15–30 US-Dollar, www.vongveng.com). Beliebt sind die feucht-fröhlichen Tagestouren mit dem 3-stöckigen Holzschiff von „Suntours“ (ca. 25 US-Dollar).


Spektakuläre Seilschaften

Immer mehr Seilbahnen bescheren Vietnam ungeahnte Weltrekorde und Urlaubern ein völlig neues Reisevergnügen – zumeist mit Technik aus Österreich. Atemberaubende Ausblicke versprechen z.B. die spektakulären Seilschaften auf Phu Quoc, in Nha Trang, Vung Tau und der Halong-Bucht, in der Bergwelt von Ba Na oder auch zum Fansipan als höchster Erhebung des Landes.